Gaestebuch

 

 

 

1980, der Samstag vorm 1. Advent. Da wir schon lange nach einem kleinen robusten Hund suchten, schauten wir wieder in die Zeitung.

Rubrik: Tiermarkt.

„Löwchen zu verkaufen“.

Löwchen? Was ist das? Wir rätselten nicht lange, griffen zum Telefon und vereinbarten einen Termin. 1. Advent 1980, Schnee und Glatteis. Doch uns erschütterte das nicht. Neugiergeplagt erschienen wir 5 Stunden zu früh um das  Löwchen in Augenschein zu nehmen. Mein Mann und unsere Töchter, damals 7 und 4 Jahre alt, waren sofort verliebt. Ich schaute schon sparsamer denn das Löwchen war geschoren. Ein nackter Po, wie furchtbar! . Doch dieses Hündchen nahm auch mich gefangen und es ging mit Putzi heimwärts. Putzi, 6 Monate jung und ein Hündchen aus zweiter Hand. Die Schur, sie machte mir zu schaffen. Doch ich entschied mich dann für sie. Ein Muss ist sie ja eigentlich nur für Aussteller. Nun kuschelte Putzi am Abend des 1. Advent ganz unschuldig und ein klein wenig ängstlich mit mir auf dem Sofa. Aber dieses unschuldig wirkende Wollknäuel entwickelte sich!

Putzi ein Unband:
Nicht stubenrein, ein lederfressendes Monster und eine große Diebin, wenn Esswaren nicht unter Verschluss waren. Aber auch: Anhänglich, verspielt, treu, kinderlieb und verträglich mit anderen Tieren. Mit Konsequenz leicht erziehbar und -ganz wichtig- kerngesund!

Unser Löwchen eroberte alle Herzen aller die, die es kennen lernten.

1982 streift uns ein Gedanke: Nachwuchs! Wir waren total überzeugt von dieser Rasse, hatten wir doch auch inzwischen Kontakt mit anderen Züchtern.

1983 Genug überlegt und ab zur Ausstellung. Vorzüglich- Wir platzten vor Stolz. Es folgte dann die Aufnahme im Verein, Zuchtordnung wurde gelernt, tierärztliche Untersuchungen fanden statt usw.

1984 im März- herrlich aufgeregt erwarteten wir den ersten Wurf. 4 Welpen, drei Rüden und unsere Angie. Dann kauften wir unseren ersten Rüden Enrico und hatten eine kleine Meute. Mit Tränen verkauften wir unsere kleinen Rüden und ohne Herzschmerz geht auch heute noch kein Welpe von uns.

Enrico

Es wurde ein Hundehaus gebaut, Daisy behalten und Eyscha gekauft und es wurde gestöhnt wie teuer doch alles ist. Aber Familie Löwchen, kerngesund und puppenlustig, ließ uns nicht mehr aus den Pfoten.

So trugen auch wir dazu bei, den Standart der Löwchen zu festigen und die Rasse, beinahe ausgestorben, wieder bekannt zu machen Arbeit, harte Arbeit war es, aber auch Freude pur. Man kann es nicht beschreiben.

Löwchen muss man erleben.

Mit dem Standard wollen wir sie nicht langweilen. Sie werden Ihr schon gelesen haben, oder Sie fragen einfach uns. Standardgerecht Löwchen gibt es nämlich auch nicht immer. Statt z. B. 25 – 32 cm Schulterhöhe erreiche leider einige Löwchen die Schulterhöhe von 35 – 40 cm. Statt eines Scherengebisses bekommt ein Welpe vielleicht einen Vor- oder Überbiss, oder aber der Rücken wird etwas länger oder die Augen sind zu hell geraten. Doch wichtig ist die Gesundheit und auf die legen wir großen Wert. Natürlich werden die Verpaarungen so ausgesucht, das möglicht nur standardgerechte Löwchen geboren werden.

Trotzdem- Löwchen sind Wundertüten.

Unser Löwchenkäufer werden auf erkennbare „Mängel“ hingewiesen. Wir haben mit den Jahren auch fast alle Fellfarben in die Zucht bekommen und können somit fast jeden Farbwunsch erfüllen. Unsere Löwchen werden auf vererbbare Erkrankungen untersucht, wie die Augen und Kniegelenke, damit nur gesunde Tiere miteinander verpaart werden. Wie sind mit einer robusten, kerngesunden Hündin angefangen uns so wollen wir unsere Zucht auch eines Tages beenden. Unsere Putzi wurde übrigens 16 ½ Menschenjahre alt.

Doch wir mussten uns auch von einem Rüden, nach einem Unfall, im Alter von nur 4 Jahren trennen. Ab und zu werden auch Welpen geboren, die nicht lebensfähig sind. So müssen wir, bei all der Freude an den Löwchen, auch tiefe Trauen bewältigen. Züchterfreud und Züchterleid - es liegt ganz nah. Doch wenn Sie die Löwchen erlebt haben , sie im Spiel beobachten konnten, sich mit Züchtern unterhalten haben, werden Sie bestimmt auch diesen reizenden Kobolden verfallen. Viele unsere Löwchenkäufer haben sich ein Zweites dazugeholt. Von unseren ersten Welpen sind inzwischen auch einige schon im Hundehimmel und Ihre Menschen kaufen sich wieder ein Löwchen. Das spricht für diese Rasse und somit arbeiten wir Züchter weiter mit Herz und Verstand um diese Rasse zu festigen. Die Löwchen danken uns auch den Verzicht auf Urlaubsreisen und andere Freizeitbeschäftigungen.

Löwchen – ob jung oder alt – was gibt es schöneres! ?

Schauen Sie doch mal rein bei uns Züchtern. Beobachten Sie die Meute, spielen Sie mit den Hunden, trinken Sie Kaffee dabei und stellen Ihre Fragen. Wir antworten gern.

Aber eines bitte tun Sie nicht – kommen Sie nicht mit weißen Hosen in eine Löwchenmeute.

Dann heißt es – was kann schöner sein! ? Löwchen sind einfach toll! Wir sind für Sie da!

 

yogy+zora-

Juni 2008
Nun haben wir unsere Löwchenzucht drastisch reduziert und besitzen nur noch ein Pärchen. Yogy von Redderkrug und Trusty Friend`s Zora sind unser ganzes Hundeglück und die zukünftigen Eltern unserer Welpen. Nur einen Wurf im Jahr und dieser wird mit noch mehr Liebe und Freude (falls es überhaupt eine Steigerung gibt) erwartet und aufgezogen.
Mag unser Yogy vielleicht nicht der Schönst sein (für uns ist er es) so haben wir das Glück mit ihm einen charaktervollen Hund zu besitzen. Auch mit Zora haben wir das grosse
Los gezogen.
Für Fragen stehen wir Ihnen weiterhin nur telefonisch zur Verfügung, da wir keinen Computeranschluss besitzen.



Telefonnummer: 04384-826
oder Fax      04384-1747

Ihre Löwchenzüchter und Liebhaber seit 1980
Klaus und Marlis Schulz

© by Ralf Tweer & K. u. M. Schulz